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Friedhof

Der städtische Friedhof am Willinghusener Weg 71 ist seit fast 70 Jahren für viele Generationen gleichermaßen ein Ort des Abschiedes und des Gedenkens an liebe Angehörige, Freunde und Bekannte. 

Dabei erfüllen Friedhöfe heute wichtige und vielfältige Funktionen als Ort der Trauer und des Gedenkens, der Erholung oder als Ort der Ruhe. Auch wertvolle Vegetationszonen mit wichtigen klimatisch-ökologischen Funktionen für unsere Umwelt machen Friedhöfe in der heutigen Zeit so wertvoll. Unser Glinder Friedhof ist ein Ort der Ruhe, der Trauer, des Abschiedes, des Seelenfriedens aber auch der Hoffnung und ein Ort der Erholung. Der Friedhof bildet den Rahmen einen geliebten Menschen mit Respekt und Würde zu verabschieden. Gleichzeitig dient er der Erinnerung und des Nachdenkens.

Auf dem Glinder Friedhof fand am 03.02.1958 die erste Beerdigung statt, obwohl die Kapelle zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertiggestellt war. Erst im darauffolgenden Sommer wurde das vom Reinbeker Architekten C. E. Hausmann entworfene Gebäude mit einer gebührenden Feier eröffnet. Der Bau kostete damals umgerechnet rund 78.000 Euro.

Im Inneren befindet sich eine speziell angefertigte Orgel aus den Orgelbauwerkstätten in Echterdingen bei Stuttgart, die 1960 eingebaut wurde und nach über 60 Jahren immer noch regelmäßig bei Trauerfeiern bespielt wird.  Sie hat zwei Manuale und Pedal sowie zehn Register. Hier her stammt im Übrigen die Redewendung „Alle Register ziehen“, denn ein Register bezeichnet eine Reihe von ähnlich klingenden Pfeifen und umso mehr Register ein Organist zieht umso voller klingt der Ton. Damals kostete die Anfertigung und der Einbau 16.000 DM. Bei Reparaturarbeiten im Jahre 2005 wurde von einer Orgelwerkstatt geschätzt, dass die Orgel bei guter Pflege noch weitere 25 bis 50 Jahre genutzt werden könnte. Zudem Zeitpunkt hätte eine Neuanschaffung so einer Orgel um die 200.000 Euro. 

Auch heute steht die Kapelle noch auf der Ostseite des damals nur halb so großen Friedhofgeländes. Mittlerweile erstreckt sich der Friedhof vom Willinghusener Weg bis hin zur Papendieker Redder. Es dauerte nur wenige Jahre, bis die Fläche erweitert werden musste, um sich dem Wachstum der Gemeinde Glinde anzupassen, sodass es schon 1965 einen „alten“ und einen „neuen“ Teil gab. Ein unterschied ist heute jedoch nicht mehr zu erkennen. 

Das ca. fünf Hektar große Gelände umfasst 16 Grabfelder, auf denen es rund 6.500 Gräber gibt. Jährlich finden hier im Durchschnitt 170 Bestattungen statt. Dabei kann zwischen sieben verschiedenen Grabarten ausgewählt werden. 

Zum einen gäbe es da die Wahlgräber. Sie sind die klassische Grabart und eignen sich vor allem für Familiengräber, sind aber auch als Einzelgrabstätte zu erwerben. Der Ort des Grabes kann selbst ausgewählt und nach den eigenen Wünschen gestaltet werden. Es können sowohl Särge als auch Urnen beigesetzt werden. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre und kann verlängert werden.

Mit den pflegeleichten Wahlgräbern gibt es ab dem Frühjahr 2022 auch eine abgewandelte Form des klassischen Wahlgrabes. Sie muss nur zur Hälfte bepflanzt werden, während die restliche Fläche mit Rasen bedeckt ist, sodass der Pflegeaufwand um einiges geringer ist. Dennoch können auch hier sowohl Särge als auch Urnen beigesetzt werden. Die Laufzeit beträgt ebenfalls 25 Jahre und kann verlängert werden.

Zudem gibt es noch Wahlgräber, die ausschließlich für Urnen gedacht sind: Urnenwahlgräber haben eine Fläche von einem Quadratmeter, den es zu bepflanzen und pflegen gilt. Die Gestaltung ist dabei Ihnen überlassen. Auf einem Grab können insgesamt vier Urnen beigesetzt werden. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre und kann verlängert werden.

Wem der Ort und die Verlängerung nicht so wichtig ist, für den ist möglicherweise das Reihengrab die bessere Alternative. Dies sind Einzelgrabstätten, die der Reihe nach belegt werden. Hier können nur Särge beigesetzt werden. Die Gestaltungsfläche von zirka einem Quadratmeter kann nach Ihren Wünschen angelegt werden. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre.  

Bei dem Wunsch nach noch weniger Pflegeaufwand eignen sich Gräber in Rasenlage. Es gibt sie sowohl für Särge als auch für Urnen. Allerdings ist nur das eine oder das andere möglich. Die Rasenfläche wird durch die Stadt Glinde gepflegt. Die Grabsteine müssen ebenerdig verlegt werden. In einem gesonderten Bereich dieser Grabart werden die Grabsteine mit dem Grab zusammen verkauft. Pro Urnengrab können zwei Urnen beigesetzt werden. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre. Eine Verlängerung ist nach der Komplettbelegung nicht möglich. 

Eine weitere Version der Gräber in Rasenlage sind die anonymen Gräber. Es gibt Rasengrabfelder für Särge und Urnen, wo diese anonym beisetzt werden können. Die Flächen werden ebenfalls durch die Stadt Glinde gepflegt. Die gemeinschaftlichen Grabsteine stehen am Rande der Flächen für die Ablage von Grabschmuck. Eine Namensnennung auf dem Grabstein ist hier nicht möglich und die Beisetzung findet ohne die Hinterbliebenen statt. 

Weitere Grabarten für Urnen ohne Pflegeaufwand sind die Urnenstelen und die Urnengemeinschaftsgrabanlage. Bei den Urnenstelen stehen für die Beisetzung von zwei Urnen sogenannte Urnenkammern zur Verfügung. Die Verschlussplatte kann individuell graviert werden und für die Ablage von Grabschmuck sind seitlich an den Stelen Ablageplatten angebracht. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre und kann verlängert werden.  

Das Gemeinschaftsgrab kann nicht verlängert werden. Die Grabplätze rund um das gemeinschaftliche Grabmal werden der Reihe nach vergeben. Eine Namensnennung auf dem Grabmal ist möglich. Die Dauerbepflanzung drum herum wird durch die Stadt Glinde gepflegt und für die Ablage von Grabschmuck wurden extra Flächen angelegt. Die Laufzeit beträgt auch hier 25 Jahre.

Alle Infos können auch der Broschüre „Friedhof Glinde“ im Downloadbereich entnommen werden. Übersichten zu den Regelungen über die Bepflanzung und Pflege sowie den Grabsteinen und auch über die Gebühren finden sich weiter unten im Downloadbereich. Detaillierte Informationen können in der Friedhofssatzung und der Friedhofsgebührensatzung nachgelesen werden. 

Bei Fragen zur Friedhofsverwaltung (Beerdigungen, Trauerfeiern, Grabpflegeangebote oder -verträge, Verlängerung von Nutzungsrechten an Grabstätten, Belange der Friedhofssatzung etc.) wenden Sie sich an:

Friedhofsverwaltung

Gegenüber der Kirche liegt der Gemeinschaftsraum Willinghusener Weg. Der Gemeinschaftsraum Willinghusener Weg bietet Platz für rund 40 Personen. Tische, Stühle, WC´s und kleine Spüle sind vorhanden. Der Raum kann gemietet werden für Taufen, Trauerfeiern, Ausstellungen oder Versammlungen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an:

Gebäudemanagement

Die wichtigsten Informationen und Pläne zu Friedhofsangelegenheiten finden Sie hier:

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