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‚Ole allein zu Haus‘ macht einfach Spaß – Theater im Forum Glinde präsentiert einen unterhaltsamen szenischen Liederabend

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Ein Mann mit blauem Pullover tanzt in einem Wohnzimmer.

Die Produktion des Hamburger Thalia Theaters steckt voller Pop, Klassik, deutschen Hits und auch aktuellem Rap. Hauptdarsteller Julian Greis hat das herzliche Stück selbst inszeniert. 07. Februar 2026

„Das ist ein Liederabend, bei dem man wahnsinnig viel lachen kann, der ans Herz geht, der ein bisschen was über Einsamkeit erzählt, aber tatsächlich auch gute Laune und Herzenswärme verbreitet.“ So kurz und knapp fasst Hauptdarsteller Julian Greis sein Stück ‚Ole allein zu Haus‘ zusammen. Im Hamburger Thalia Theater ist es ein großer Erfolg. „Die Vorstellungen waren immer ausverkauft“, erzählt der Schauspieler bei einem kurzen Treffen. Julian Greis taucht bei dem Liederabend in die Rolle des Ole ab. Der ist mittelalt, mitteldick, trägt eine einfache, unmoderne Brille. Sein blauer Pullover mit wildem Muster, seine Streifenhose und die Sandalen mit Socken an den Füßen runden das Bild ab. Ole sieht aus wie ein Eigenbrötler, ein Nerd. Diese Beschreibung untermauert Julian Greis: „Ole ist ein Typ, der gern alleine ist. Er schließt sich zu Hause ein, weil die Welt ein Arschloch sein kann. Aber er findet das Alleinsein gar nicht schlimm.“ Ein armer Wicht sei Ole auf keinen Fall, weil er sehr viel Spaß in seiner Wohnung habe.

Eine große Rolle in Oles Leben spielt die Musik. Er singt, tanzt und lässt alles raus, Freude und Frust gleichermaßen. Er singt über Liebe, über Hoffnung, über das Müdesein, über Ärgernisse. Ein altes Radio bringt die Welt zu Ole ins Wohnzimmer. „Von Pop, über Bach, Musical, Rock, Hip-Hop und Rap ist alles dabei“, sagt Julian Greis. Es sind Lieder von Herbert Grönemeyer, Wir sind Helden, Deichkind, Adele, Die Ärzte und vielen mehr zu hören. Besonderen Spaß bereite ihm ein Medley: „Die Kombination aus ‚Idas Sommarvisa‘ aus Michel aus Lönneberga bis hin zu Shania Twain und der Antilopen Gang macht richtig Spaß“, so der Ole-Darsteller. Auf der Bühne gibt es auch einen tollen Musiker. Arne Bischoff hat mit Michael Schulte, Zoe Wees, Lena gearbeitet und war als Keyboarder für die erfolgreiche Band Revolverheld unterwegs. Bei ‚Ole allein zu Haus‘ sitzt er am Klavier.

Die Zuschauer würden das Stück richtig mitfeiern und gingen mit einer ganzen Reihe von Ohrwürmern heim, meint Julian Greis. „Am Anfang lacht das Publikum ein bisschen über Ole, dann mit Ole und irgendwann schließt es Ole ganz doll ins Herz. Als ob das Publikum mit Ole zusammen in diesem Wohnzimmer sitzt. Das ist total schön.“ Nach Greis‘ Einschätzung würden am Ende viele darüber nachdenken, ob Einsamkeit in Zeiten ständiger Erreichbarkeit nicht auch etwas sehr Schönes haben kann.

‚Ole allein zu Haus‘ ist am Sonnabend, 07. Februar 2026, um 20 Uhr im Theater im Forum Glinde (Oher Weg 24) zu erleben. Karten kosten ab 20 Euro, entweder per E-Mail an kultur@glinde.de (eventuell Zusatzgebühren für Versand) oder über den Vorverkauf in der Stadtbücherei Glinde. Die Theaterkasse öffnet immer mittwochs von 09:30 Uhr bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr. Vor Ort ist nur Kartenzahlung möglich. Weitere Informationen, einen Trailer, ein Kurzinterview, eine Spotify-Playlist und einen Bericht zum Stück gibt es unter www.glinde.de/theater.