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"Denkmal Heereszeugamt" wieder komplett

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Ein Mann mit orangefarbener Weste und Akkuschrauber befestigt ein Schild an einer Betonwand.

Seit wenigen Tagen sind wieder alle Schilder am Denkmal im Wohngebiet „Alte Wache“ angebracht. Eines wurde nach einer Änderung mutwillig beschädigt.

Mitten zwischen modernen Wohnhäusern steht seit 2013 ein großes Denkmal. Es ist markant, erinnert an ein aufgeschlagenes Buch. Direkt daneben stehen zwei einbetonierte Bahnschienen, die ein Tintenfass symbolisieren. Das Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen Heereszeugamtes zeigt auf mehreren Tafeln wichtige Stationen Glinder Geschichte. Die Daten wurden vor einiger Zeit aktualisiert und geändert. Die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen und der Kinder- und Jugendbeirat hatten sich für eine Veränderung eingesetzt. Zwei der Tafeln hatten sich auf die „Siedlung Oher Weg“ bezogen, allerdings mit einem rassistischen Begriff. Die Reetdachgebäude stehen als Gruppe seit 2003 unter Denkmalschutz.

Die Schilder wurden 2023 entsprechend geändert. Eine der Tafeln wurde überklebt, damit der rassistische Begriff nicht mehr sichtbar war. Diese Überklebung wurde offenbar mutwillig abgebrochen. Daraufhin hat die Stadt Glinde die Tafel komplett entfernt und eine neue anfertigen lassen. Diese ist nun angebracht.

Der damalige Bürgermeister Rainhard Zug bezeichnete das Denkmal auf dem Gelände des ehemaligen Heereszeugamtes bei der Vorstellung als „Gedächtnisstütze“. Die militärische Geschichte solle in Erinnerung bleiben. Glinde war Teil der Heeresverwaltung Hamburg und damit Teil der Kriegsvorbereitungen des 3. Reiches. Und gleichzeitig ist dieser Ort auch ein wichtiger Teil der Wachstumsgeschichte der Stadt. In nur wenigen Jahrzehnten ist aus einem Dorf mit 500 Einwohnern (um 1930) eine lebendige und vielfältige Stadt mit mehr als 18.000 Einwohnerinnen und Einwohnern geworden. Glinde hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder aktiv mit seiner Geschichte auseinandergesetzt. Dieses Denkmal ist Teil der Erinnerungskultur der Stadt.