Volkstrauertag in Glinde – Gedenkveranstaltung in der evangelischen Kirche „St. Johannes“

Am vorletzten Sonntag vor der Adventszeit wird der Kriegstoten gedacht. Die zentrale Veranstaltung der Stadt Glinde findet am Sonntag den 15. November 2026 um 12 Uhr in der evangelischen Kirche „St. Johannes“ statt.
Der Volkstrauertag gilt als Tag des kollektiven Schmerzes und der Warnung. Weiterhin finden weltweit Kriege statt. Krisen und Konflikte verschärfen sich. Unschuldige Menschen sterben jeden Tag in Auseinandersetzungen. Frieden und Freiheit in Europa und dem Rest der Welt sind alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Am Volkstrauertag wird deshalb der Opfer von Tyrannei, Krieg, Terrorismus und Gewalt gedacht, ebenso der Angehörigen der Bundeswehr, die ihr Leben im Einsatz verloren haben.
In Glinde stehen besonders Menschen und Schicksale im Mittelpunkt, die mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden sind. Als Teil der Kriegsmaschinerie wurden in Glinde im Kurbelwellenwerk Menschen zu schwerer Arbeit gezwungen. Glinde war gleichzeitig Teil der Heeresverwaltung Hamburgs und damit Teil der Kriegsvorbereitungen. In dieser Zeit ist das kleine Dorf Glinde stark gewachsen und profitierte enorm davon. Diese Fakten sollen in Erinnerung bleiben – auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Am Sonntag, dem 15. November 2026, um 12 Uhr findet eine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in der evangelischen Kirche „St. Johannes“ (Willinghusener Weg 69) statt. Pastor Nils Jacobsen-Mandić, Bürgervorsteher Claus Peters und Bürgermeister Patrick Klose werden über die Bedeutung des Volkstrauertages sprechen. Außerdem wird der Posaunenchor Glinde/Neuschönningstedt für eine passende musikalische Begleitung der Veranstaltung sorgen.
Im Anschluss findet eine Gedenkminute mit Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem Friedhof statt. Darauf folgt ein stilles Gedenken am Mahnmal des Zwangsarbeitslagers Wiesenfeld am Holstenkamp.
Bürgervorsteher Claus Peters und Bürgermeister Patrick Klose laden zu dieser Veranstaltung ein.