Osterei trifft Baklava – Fastenbrechen an der Glinder Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule

Schon zum dritten Mal kamen Schülerinnen und Schüler zusammen, um Gemeinsamkeiten zu entdecken und die Zeit zu genießen. Ein Gastbeitrag der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule.
Ein besonderer Abend an unserer Schule: Unter dem Motto „Osterei trifft Baklava“ kamen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte [am 16. März 2026] zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu essen und ins Gespräch zu kommen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Sahar aus der 10. Abschlussklasse, die sich in der Schülervertretung engagiert. Unterstützt wurde sie unter anderem von Sophie aus der 9. Klasse, die ebenfalls aktiv am Abend teilgenommen hat. Ein Highlight war der Besuch von Bürgermeister Herr Zug der Stadt Glinde, der die Veranstaltung persönlich begleitet hat.
Auf die Frage, wie aufgeregt sie vor der Veranstaltung waren, lachen beide: „Schon ziemlich!“, gibt Sahar zu. „Vor allem, weil ich moderieren durfte. Aber die Stimmung war so herzlich, dass die Aufregung schnell weg war.“ Auch Sophie nickt: „Man wusste ja nicht genau, wie viele Leute kommen und wie alles abläuft, aber es wurde ein richtig schöner Abend mit ca. 150 Personen.“ Kulinarisch wurde einiges geboten: Es gab süße Baklava und weitere Leckereien, die zum gemeinsamen Iftar gereicht wurden [tägliches Fastenbrechen am Abend, während des Ramadan]. „Das Essen war ein echtes Highlight“, erzählt Sophie. „Ich war überrascht, wie gut alles zusammenpasst.“
Sahar ergänzt: „Mich hat besonders gefreut, wie offen alle waren: Viele haben Dinge probiert, die sie vorher gar nicht kannten.“ Und wer war wovon überrascht? „Dass so viele unterschiedliche Menschen so selbstverständlich miteinander ins Gespräch gekommen sind“, sagt Sahar. „Das war irgendwie das Schönste.“ Sophie stimmt zu: „Man hat gemerkt, dass es gar nicht darum geht, woher jemand kommt oder woran man glaubt.“
Bleibt die Frage: Spielen unterschiedliche Religionen bei so einem Fest am Ende noch eine Rolle? Beide sind sich einig: „Eigentlich nicht“, sagt Sophie. „Sie sind der Anlass. Aber im Mittelpunkt steht das Miteinander.“ Sahar formuliert es so: „Die Unterschiede sind da, aber sie trennen uns nicht. Sie machen den Abend erst besonders.“
Der Abend „Osterei trifft Baklava“ hat gezeigt, wie einfach Begegnung sein kann, wenn man sie zulässt. Gemeinsam lachen, essen und feiern. Das verbindet. So wachsen junge Menschen heran, die offen aufeinander zugehen, Verantwortung übernehmen und unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten. Denn genau so entsteht ein echtes Miteinander: Wir ziehen gemeinsam weltoffene, gesellschaftsfähige Menschen heran. Und schaffen Räume, in denen Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet.
C. Solmaz (Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule)
