Notfallübung in Glinde: Trinkwasserversorgung erfolgreich getestet

Der Katastrophenschutz des Kreises Stormarn, die Freiwillige Feuerwehr Glinde, Verantwortliche des Ordnungsamtes und weitere Beteiligte haben getestet, wie die Stadt im Notfall mit Trinkwasser versorgt werden könnte.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sind auch für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner verantwortlich. Ein Beispiel dafür ist der Bereich Bevölkerungsschutz. Das bedeutet: Es muss Vorsorge für Situationen getroffen werden, die hoffentlich nie eintreten. Gerade erst wurden neue Sirenen aufgestellt, damit Menschen im Notfall schnell gewarnt werden können.
Eine weitere Maßnahme ist, sicherzustellen, dass die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgt werden kann. Leitungswasser ist eine Selbstverständlichkeit. Doch wenn es nach einer Sabotage der Anlagen, länger andauernden Stromausfällen oder anderen Szenarien ausfällt, muss eine alternative Versorgung schnell sichergestellt werden. Die Stadt Glinde verfügt für solche Situationen über Notbrunnen, um Trinkwasser bereitzustellen.
Damit im Notfall alles reibungslos abläuft, muss geübt werden. Vertreterinnen und Vertreter des Katastrophenschutzes des Kreises Stormarn, des Gesundheitsamtes, der Freiwilligen Feuerwehr Glinde, der Bundeswehr, des Ordnungsamtes der Stadt Glinde sowie Personen aus der Städten Bad Oldesloe, Ahrensburg, aus dem Kreis Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen) und weitere Beteiligte haben sich aus diesem Grund an einem der Glinder Notbrunnen getroffen.
Vor Ort hatte die Freiwillige Feuerwehr alles für die Übung aufgebaut. Mit einem Notstromaggregat wurde Energie für die Brunnenpumpe erzeugt. So konnte zunächst ein Tankwagen gefüllt werden. Dieser könnte beispielsweise andere Ortsteile ansteuern. Anschließend kamen rund 100 Personen, um eine Gruppenzapfstelle zu testen. Diese besteht aus einem Rohr, an dem mehrere Wasserhähne angebracht sind. Ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Kreises hatte die Anwesenden zuvor in ihre Aufgaben eingewiesen. Mit der Anlage konnten schnell acht Eimer oder andere mitgebrachte Behälter gleichzeitig befüllt werden. Bevor das Wasser bedenkenlos getrunken werden kann, muss es zur Sicherheit gechlort werden. Dafür wird in einem 10-Liter-Eimer Wasser jeweils eine Chlortablette aufgelöst.
Auch dieser Ablauf funktionierte wie geplant. Das Wasser wurde anschließend an Bäume in der näheren Umgebung verteilt. Bei einer anschließenden Lagebesprechung wurde über die gesammelten Erfahrungen gesprochen, unter anderem darüber, inwiefern das eingesetzte Material geeignet ist oder Schwachstellen aufweist. Außerdem wurde diskutiert, ob die erdachten Abläufe sinnvoll sind oder umorganisiert werden müssen. All diese Informationen fließen nun in die Pläne für den Ernstfall ein.






