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Glinder Ehrennadel - Rückblick auf Verleihung vom Vortag

Eine Gruppe von Personen posiert für ein Foto.

Zum 14. Mal würdigte die Stadt Glinde verdiente Personen im feierlichen Rahmen. Dieses Mal wieder im Gutshaus.

Der 25. März hat für die Stadt Glinde eine große Bedeutung. 1229 wurden Glinde und die Glinder Mühle zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Deshalb feiert die Stadt an diesem Tag seine Bürgerinnen und Bürger mit dem Ehrenamtstag, bereits zum 14. Mal.

Nach dem gemeinsamen Aufruf von Bürgervorsteher Claus Peters und Bürgermeister Rainhard Zug vor wenigen Wochen haben viele Glinder Bürgerinnen und Bürger Vorschläge eingereicht.

Zur Verleihung im Gutshaus waren die Ehrengäste mit Familie und Freunden anwesend. Bürgermeister Rainhard Zug betonte in seiner Rede, „ehrenamtliches Engagement braucht Sichtbarkeit“ und diese Auszeichnung sei ein wichtiger Teil dafür. Er machte deutlich, dass eine Stadt nur durch den Einsatz ihrer Bewohnerinnen und Bewohner richtig lebendig ist. Er sprach die Laudatio für Volker Müller. Dieser solle ihm nicht böse sein, wenn er ihn „einen tollen Typen“ nenne. Sie kennen sich seit Jahren und hätten viel miteinander erlebt. Seit mehr als 20 Jahren gehört Volker Müller zum Vorstand der Sönke-Nissen-Park Stiftung und setzt sich ehrenamtlich für die unterschiedlichsten Dinge und das Fortbestehen der Stiftungsarbeit ein.

Rainhard Zug übernahm eine weitere Laudatio und ehrte Jürgen Kumpert von der Freiwilligen Feuerwehr Glinde. Er ist seit 1982 als Atemschutz-Gerätewart aktiv gewesen und trug große Verantwortung für seine Kameraden. Außerdem beteiligte sich an überregionalen Katastrophenschutzeinsätzen. Rainhard Zug nannte ihn „einen fröhlichen Menschen, aufgeschlossen und immer auf andere achtend.“ Zu Recht habe er bereits viele Auszeichnungen der Feuerwehr erhalten.

Annette Nino (Kulturmanagerin der Stadt Glinde) ehrte gleich drei Frauen. Sie gehören im Judo zur Weltspitze und sind in Glinde aufgewachsen. Miriam Butkereit hat bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris eine Silbermedaille gewonnen (Gold beim Grand Slam in Usbekistan 2026, WM-Bronze 2025 in Ungarn). Obwohl sie mittlerweile bei Köln lebt, ist sie dem TSV Glinde als Mitglied treu geblieben. Immer wieder gibt sie ihr Profiwissen an junge Judoka bei Kursen in ihrer Heimat weiter. Dabei wurde Miriam Butkereit im vergangenen Jahr von den beiden weiteren Preisträgerinnen unterstützt. Seija und Mascha Ballhaus haben ähnlich viele hochkarätige Medaillen erkämpft. Seija Ballhaus ist im vergangenen Jahr Europameisterin geworden. Mascha Ballhaus erreichte bei den Olympischen Spielen in Paris den siebten Platz, bei der WM 2025 hat sie Bronze gewonnen. Alle drei Frauen geben ihr Wissen gerne an junge Glinderinnen und Glinder weiter und zeigen damit Einsatz für ihre Heimatstadt beim TSV Glinde. Annette Nino sagte, mit ihrer Art seien die drei ein Vorbild für Mädchen und junge Frauen, „die lernen möchten, dass Ziele fair erreichbar sind, auch wenn der Weg anspruchsvoll ist.“ Die Leistungen seien auch der Verdienst des TSV Glinde, so Annette Nino. „Die Trainerinnen und Trainer leisten weit mehr als Anleiten. Sie motivieren, begleiten, stärken und begeistern junge Menschen zu außergewöhnlichen Leistungen.“

Bürgervorsteher Claus Peters (CDU) hielt die Laudatio für vier Personen, die Zivilcourage gezeigt haben. Im Mai vergangenen Jahres hatte ein Mann einer Glinderin ihren Hund entrissen. Wenig später liegt die Frau am Boden. Der Mann steht über ihr und würgt sie. Monsoureh Sarabi, Linus Liebschwager, Mousa Mohammad und Bernd Siegmund helfen ohne zu zögern. Im November 2025 hatte das Landgericht Lübeck entscheiden, den Täter dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik unterzubringen, weil er psychisch erkrankt ist. Claus Peters: „Die vier haben nicht gezögert, sie haben nicht abgewartet. Sie haben Verantwortung übernommen. Und sie haben damit gezeigt, was eine Gesellschaft im Kern ausmacht.“

Zum Auswahlgremium gehörten:
Frau Martina von Bargen (Vorsitzende Kulturausschuss), Herr Frank Lauterbach (Vorsitzender Sozialausschuss), Herr Claus Peters (Bürgervorsteher), Herr Rainhard Zug (Bürgermeister), sowie beratend Annette Nino (Kulturmanagerin Stadt Glinde).

Im Anschluss an die Verleihung gab es gute Gespräche, kleine Häppchen und ein Glas zum Anstoßen.