Veranstaltung „Gedenkkultur – Kultur des Gedenkes" wird verschoben

Die für den Freitag, 20. November, im Glinder Marcellin-Verbe-Haus geplante Veranstaltung „Gedenkkultur – Kultur des Gedenkes" muss leider verschoben werden.

Sönke Nissen senior hat sich um Glinde verdient gemacht. Wie soll mit dem Gedenken an ihn umgegangen werden? Foto: privat

„Aufgeschoben, ist aber nicht aufgehoben, denn das Thema ist einfach viel zu wichtig“, finden die Organisatoren der Veranstaltung, zu denen unter anderem Matthias Sacher (Vorsitzender des Glinder Kulturausschusses), Stadtarchivar Dr. Carsten Walczok und die Verantwortlichen vom Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung gehören. Aus diesem Grund wird es auf jeden Fall einen Nachholtermin geben.

In den vergangenen Monaten hat sich bundesweit verstärkt eine kritische Hinterfragung nach der Verwendung von Namen historischer Persönlichkeiten für öffentliche Einrichtungen, wie Straßen und Schule entwickelt. Auch in Glinde sind verschiedene Orte und Einrichtungen mit den Namen von historischen Persönlichkeiten bezeichnet, weswegen jüngst kritische Fragenkonkret am Beispiel von Sönke Nissen gestellt wurden. 

Sönke Nissen senior und Sönke Nissen junior machten sich um Glinde verdient. Im Jahr 2023 jährt sich zum 100. Mal der Todestag von Sönke Nissen senior. Das Jahr 1923 ist zugleich das Geburtsjahr seines Sohnes. Die Volkshochschule und die Gemeinschaftszentrum-Sönke-Nissen-Park Stiftung planen aus diesem Grund im Jahr 2023 eine Gedenkveranstaltung. Durch die aktuelle Diskussion ausgelöst, wurde daraufhin im Kulturausschuss beschlossen, schon im Vorfeld das Thema „Gedenkkultur in Glinde" in die öffentliche Diskussion zu bringen, was mit der Eröffnungsveranstaltung am 20. November 2020 geschehen sollte. 

Dafür konnten mit dem Historiker Marco Petersen, der in einem Band zur Kolonialgeschichte Sönke Nissen senior kritisch würdigte, ein Redner gefunden werden, der dem Aufleben der Gedenkkultur in der Stadt Glinde einen kräftigen Impuls geben sollte. Beide gedanklichen Initiativen - die Vorbereitung auf 2023 als Beispiel von Gedenkkultur, aber auch das Stärken von Gedenkkultur Glindes im Allgemeinen – sollen sich konstruktiv bei geplanten Auftaktveranstaltung treffen. „Aus diesem Grund wird es auf jeden Fall einen Nachholtermin mit allem Beteiligten geben.“