Politikunterricht der etwas anderen Art

Eine „Unterrichtsstunde am lebenden Objekt“ verbrachten zahlreiche Schüler der Glinder Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule nun im Rathaus sowie dem Bürgerhaus. Dabei stellte sich Bürgermeister Rainhard Zug eine Stunde lang den vielen Fragen der Neuntklässler. Während der Unterrichtsstunde brachte der Verwaltungschef ihnen im Rahmen des regulären WiPo-Unterrichts (Wirtschaft und Politik) die Grundzüge der kommunalen Selbstverwaltung näher.

Die Schüler einer neunten Klasse der Glinder Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule ließen sich von Bürgermeister Rainhard Zug erklären, wie die Arbeit im Rathaus funktioniert. Foto: Stadt Glinde

Warum gibt es hier in Glinde nicht die richtigen Läden zum Klamottenshopen? Wenn wir mit dem Schwimmunterricht immer erst nach Reinbek fahren müssen, verlieren wir immer so viel Zeit. Warum kann Glinde nicht selbst eine Schwimmhalle bauen und wir damit mehr Zeit zum schwimmen haben? Gibt es eine Konkurrenz unter den umliegenden Städten oder Kommunen und wie sieht die Zusammenarbeit zwischen ihnen aus? Diese und andere Fragen beantwortete Bürgermeister Zug den Schülern und regte sie darüber hinaus auch noch dazu an, sich mehr einzumischen.

„Wenn ihr einen von euch gewünschten Parcours für BMX-Radler und Skater ähnlich wie in Reinbek auch hier in Glinde haben möchtet, macht Fotos, sammelt Unterschriften und fragt in der Stadtverwaltung sowie bei den Parteien und dem Kinder- und Jugendbeirat der Stadt nach. Nur wer sich mit seinen Wünschen und Anliegen einbringt, kann auch etwas verändern“, so der Rat von Rainhard Zug an die Neuntklässler. Diese planen in den kommenden Wochen und Monaten zusammen mit ihrem WiPO-Lehrer Herrn Rockel noch weitere Politiker-Besuche in Kiel und Berlin.