Kleine Gedenkfeier zum Volkstrauertag wurde im Internet übertragen

In diesem Jahr stand auch der Volkstrauertag unter den Einschränkungen der Corona-Pandemie. So konnte es diesmal am Sonntag nur eine kleine Gedenkfeier in der Ev.-Luth. St.-Johannes-Kirche geben. Für alle Personen, die nicht kommen konnten, wurde die Gedenkfeier live im Internet auf dem YouTube-Kanal „St. Johannes Glinde“ übertragen und ist dort auch jetzt noch abrufbar.

Bürgermeister Rainhard Zug erinnerte bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag an die Parallelen von der heutigen Zeit zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Foto: Stadt Glinde

Die traditionelle Kranzniederlegung am Glinder Ehrenmal fand nur mit Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke im stillen Gedenken unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Foto: Stadt Glinde

Zahlreiche Glinder Vereine und Verbände hatten auch in diesem Jahr wieder Zugunsten einer Spende an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für einen gemeinsamen Kranz gespendet und symbolisierten so ihre Solidarität. Foto: Stadt Glinde

In seiner kleinen Ansprache erinnerte Bürgermeister Rainhard Zug an die Ereignisse zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Glinde. „Als die britischen Soldaten vor 75 Jahre das kleine Glinde befreiten, standen die Themen Annäherung, Aussöhnung, Respekt und die Gestaltung einer gemeinsamen Zukunft im Mittelpunkt der Arbeit. Auch heute sind dies noch Dinge, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, denn in der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen lässt uns als Gesellschaft wieder näher zusammenrücken“, zog der Bürgermeister die Parallelen von damals zur heutigen Zeit. „Der Volkstrauertag ist für mich auch immer eine Mahnung gegen Hass, Intoleranz, Extremismus und hat an Aktualität nichts verloren. Er ist wichtiger denn je, denn eine sichere und friedliche Welt kann nur entstehen, wenn wir Gemeinsamkeiten zwischen den Völkern entdecken“, rief Rainhard Zug am Ende seiner Rede zu einem weiteren offenen Dialog und dem regelmäßigen Erinnern auf, bei dem die nationalen Gedanken in den Hintergrund rücken sollten.

Die traditionelle Kranzniederlegung am Glinder Ehrenmal fand anschließend nur mit Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke im stillen Gedenken unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zahlreiche Glinder Vereine und Verbände hatten auch in diesem Jahr wieder Zugunsten einer Spende an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. für einen gemeinsamen Kranz gespendet und symbolisierten so ihre Solidarität. Bürgermeister Rainhard Zug sprach dafür beim Gottesdienst seinen Dank aus.

Weitere Impressionen vom Volkstrauertag 2020 gibt es hier.