32 neue Artikel geben Einblicke in den Kreis Stormarn

Seit 2018 entsteht unter Federführung des Kreisarchivs und der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn ein Online-Lexikon über den Kreis, das stetig um neue Artikel erweitert wird und das Wissenswertes über Stormarn nachlesbar macht. In den letzten Wochen sind 32 neue Artikel eingestellt worden.

Verbände, Gewerkschaften Kreisverband Stormarn der Europa-Union: Glinde Festsaal des Rathauses und Bürgerhauses Glinde [später Marcellin-Verbe-Haus]: Gründungsversammlung: Kreisvorsitzender Wolfgang Bachofer und Landesvorsitzender Jürgen Schöning am Tisch vor Blumenschmuck: hinten rechts die Fahne der Europa-Union, 1983 Foto: Kreis Stormarn

Marfels, Raimund: Standbild mit Kamera, 1984 Foto: Kreis Stormarn

Hamburg: Wandsbek jüdischer Friedhof an der Kattunbleiche: Grabsteine, 2020 Foto: Kreis Stormarn

Reinfeld // 65.2 Öffentliche Gebäude und Versorgungseinrichtungen: Kirche: Taufengel, 1986 Foto: Kreis Stormarn

Nehberg, Rüdiger: Survival-Experte aus Rausdorf mit seiner Reisebegleiterin Christina Haverkamp und Moderator Volker Ligat vom Norddeutschen Rundfunk (NDR), 1992 Foto: Kreis Stormarn

Die Druckerei Pockrandt in Bargteheide besteht seit 115 Jahren und hat ein weibliches Auge als Logo, die erste Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Wandsbek fand 1659 statt, der Stormarner Journalist Raimund Marfels arbeitete zeitweilig auch als Polizeifotograf bei der Dokumentation von Verbrechen und der barocke Taufengel in der Matthias-Claudius-Kirche in Reinfeld schwebte früher an einer Kette, wenn er zum Einsatz kam. Diese und viele Wissensschnipsel mehr erfährt man über die Region, wenn man im „Stormarn Lexikon“ sucht: Die digitale Wissensbank, die vom Kreisarchiv  gemeinsam mit der Sparkassen-Kulturstiftung auf den Weg gebracht wurde, wächst stetig und konnte jetzt um 31 Artikel erweitert werden.

„Die Corona-Krise führt dazu, dass jetzt Artikel schneller fertiggestellt werden konnten“, erklärt Kreisarchivar Stefan Watzlawzik. Zu den einzelnen Fachgebieten schreiben Autoren, die zuvor in Schulungen ausgebildet wurden und die ihr Wissen zu Stormarn und den Besonderheiten des Kreises einbringen. Von A bis Z wird das lebendige Lexikon in insgesamt 19 Kategorien so ständig um neue Informationen erweitert; über 100 Artikel sind mittlerweile abrufbar. „Die neuen Artikel reichen von Orten im Kreis über Wirtschaftsunternehmen und Persönlichkeiten bis hin zu Vereinen oder historischen Themen“, gibt Watzlawzik einen Überblick. „Wir sind mit dem Lexikon inhaltlich und räumlich breit aufgestellt, die Themen reichen von Hamberge bis Hamburg.“

Brotbrechen als Glockenklang

Denn der HVV, der weltweit der erste Verkehrsverbund war, umfasst nicht nur das Hamburger Stadtgebiet, sondern auch das angrenzender Kreise, darunter den Kreis Stormarn. Auch zu drei Kirchen in Stormarn sind Artikel entstanden: Wer weiß schon, dass die vier Glocken in der Reinbeker Nathan-Söderblom-Kirche die Namen „Gemeinschaft“, „Apostellehre“, „Gebet“ und „Brotbrechen“ tragen? Oder dass das Inventar der Reinbeker Schlosskapelle teilweise in der Maria-Magdalenen-Kirche in Reinbek untergekommen ist? Mit vielen interessanten Informationen wird das Stormarn Lexikon seit dem Start 2018 fortlaufend ausgebaut.

Auch zum Kreisarchiv Stormarn selber ist nun ein Artikel im Lexikon zu finden. „Hier sind unter anderem die privaten Sammlungen hervorgehoben, die sich im Kreisarchiv befinden“, sagt Watzlawzik, der als Koordinator am Entstehen des Online-Lexikons mitwirkt. Der Fotobestand von Marfels, der von 1949 bis 1989 die Geschichte des Kreises fotografisch dokumentierte, gehört zu den Schätzen des Kreisarchivs, und Watzlawzik freut sich, dass ein weiterer Artikel dem Mann hinter den Bildern nun ein Gesicht gibt. Wie aktuell die Online-Arbeit ist, zeigt auch ein weiterer Beitrag im Stormarn Lexikon: Der widmet sich dem Menschenrechtler und Survival-Experten Rüdiger Nehberg, der in Rausdorf lebte und Anfang April gestorben ist.

Hohe Qualität der Beiträge

Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Sparkassen-Kulturstiftung, betont die hohe Qualität der Beiträge. „Das Stormarn Lexikon ist ein tolles Projekt für Stormarn“, sagt er, „vor allem ist die gute Qualität der Artikel hervorzuheben.“ Je mehr Autoren sich an der Fortschreibung des Online-Lexikons beteiligten, desto schneller stehe das Wissen über den Kreis jedermann zur Verfügung. Das Stormarn Lexikon werde so zu einer sehr guten Informationsgrundlage.

Damit noch mehr Autoren mitmachen, soll es Mitte Oktober eine weitere Autorenschulung geben, kündigt das Kreisarchiv an. Alle Autoren werden nach einer ausführlichen Anleitung von einem Redaktionsteam betreut. Der genaue Termin der Autorenschulung wird rechtzeitig bekannt gegeben. Einzusehen sind die Artikel unter www.stormarnlexikon.de