Netzwerk "Geflüchtete Glinde" - Ehrenamtliche dringend gesucht

Das Netzwerk "Geflüchtete in Glinde" trifft sich seit Oktober wieder regelmäßig einmal pro Monat.

Flüchtlingskoordinatorin Carina Kinski: Foto: Stadt Glinde/C. Kriegs-Schmidt

Als Vertretung für Frau Laue, die sich momentan in Elternzeit befindet, übernimmt Flüchtlingskoordinatorin Carina Kinski die Leitung der Netzwerktreffen.

Bei den Netzwerktreffen geht es darum, Bereiche wie Sprache, Freizeit, Kultur, Kinder- und Jugendarbeit sowie Sport zu vernetzen.

"Bei dem Treffen ist aufgefallen, dass in vielen Bereichen wieder mehr ehrenamtliche Helfer benötigt werden. Wir haben damit zu kämpfen, dass das Thema Flüchtlingshilfe medial und im Bewusstsein der Bevölkerung in den Hintergrund geraten ist. Durch die Tatsache, dass immer weniger Geflüchtete in Deutschland ankommen, denken viele, dass ihre Unterstützung nicht mehr gebraucht wird. Dabei handelt es sich aber um einen Trugschluss. Die Menschen, die nun schon seit einer Weile hier sind, haben zwar mittlerweile oft andere Bedürfnisse, aber der Kontakt zu Deutschen, wird nach wie vor sehr stark gewünscht. Und das wollen wir natürlich unterstützen, da der Kontakt zu Einheimischen der Schlüssel zu einer gelungenen Integration ist. 

Die Unterstützung beim Spracherwerb, z.B. durch Sprachtandems, ist nach wie vor das große Thema. Natürlich gibt es Sprachkurse, aber für einige wäre ein individualisierter Nachhilfeunterricht im Anschluss an die Sprachkurse sehr hilfreich. Die Räumlichkeiten hierfür sind vorhanden.

Auch das Unterstützen beim Erstellen von Bewerbungsschreiben, das Finden von Ausbildungsplätzen oder Hilfe bei der Wohnungssuche wäre für viele Geflüchtete eine große Hilfe. 

Während älteren Geflüchteten der Spracherwerb oft schwer fällt, können viele junge Geflüchtete mittlerweile schon ganz gut Deutsch, aber wünschen sich mehr Kontakt zu jungen Deutschen. 

Und gerade da bietet sich für junge Leute eine tolle Möglichkeit, sich zu engagieren und gemeinsam mit jungen Geflüchteten ein Teil ihrer Freizeit zu verbringen, um beispielsweise einmal pro Woche gemeinsam zu kochen, Filme zu schauen oder Sport zu machen. So könnte beispielsweise im Jugendzentrum Spinosa gemeinsam gekickert und Billard gespielt werden. Dabei können beide Parteien die andere Kultur näher kennen lernen und die Geflüchteten verbessern ganz nebenbei auch noch die deutsche Sprache. 

Die Frauen und Männer, die nicht mehr ganz so jung sind, sprechen oft schlechter deutsch. Aber auch sie haben den Wunsch, in Kontakt mit Deutschen zu treten. Gemeinsam Kaffee trinken und ein paar einfache Deutsch-Spiele spielen, wäre hier wunderbar.

Außerdem wird noch ehrenamtliche Unterstützung im Miniclub gesucht. Hier werden Helfer gebraucht, die das bestehende Team von 12 bis 14.30 Uhr bei der Hausaufgabenbetreuung der Erst- und Zweitklässler verstärken, welche nach dem gemeinsamen Essen stattfindet. Es handelt sich dabei um zwei Tage/Woche und der Einsatz ist nicht jede Woche zwingend notwendig, wenn genügend Ehrenamtliche dabei sind.

Auch bei der Hausaufgabenbetreuung der Schüler der Grundschule Tannenweg, bei der vorwiegend Kinder mit Migrationshintergrund betreut werden, wird Hilfe benötigt. Die Betreuung der Kinder der Klassen 1-4 findet in zwei Gruppen von 12 bis 14.30 Uhr statt."

Wer nun Lust bekommen hat, sich in einem der Bereiche zu engagieren oder eigene Ideen hat, kann sich sehr gerne bei der Flüchtlingskoordinatorin Carina Kinski per Mail: Carina.kinski@glinde.de oder beim Flüchtlingshilfeverein unter info@fh-glinde.de melden. Jede noch so kleine Hilfe ist willkommen.