Sie befinden sich hier: Startseite / Unsere Stadt / Mittelzentrum

Mittelzentrum im Verdichtungsraum

Kooperation zwischen den Städten Reinbek und Glinde und der Gemeinde Wentorf


Seit dem 1. Oktober 2009 bilden die Städte Reinbek und Glinde sowie die Gemeinde Wentorf b.Hmb. ein gemeinsames Mittelzentrum im Verdichtungsraum um Hamburg.

Zur Aufgaben- und Organisationsstruktur siehe Organigramm
.

Was ist ein Mittelzentrum?


Das Mittelzentrum ist zunächst einmal theoretisch zu betrachten als Teil des Zentralörtlichen Systems, welches im Raumordnungsgesetz des Bundes verankert ist. Die Länder weisen entsprechend dieses Systems in ihrem Landesentwicklungsplänen Orte mit verschiedenen Wertigkeiten bzw. Hierarchien aus. Damit nimmt die Landesplanung Einfluss darauf, dass überörtlich bedeutsame Einrichtungen der Daseinsvorsorge für alle Einwohner des Landes möglichst wohnungsnah in zumutbarer Entfernung erreichbar sind. Solche Einrichtungen sind z.B. weiterführende Schulen, Theater, Museen, größere Sportanlagen, Behörden, Krankenhäuser, Fachgeschäfte und Beherbergungsbetriebe.


[Link:
http://www.schleswig-holstein.de/STK/DE/Schwerpunkte/Landesplanung/WeitereThemen/ZentraleOrte/Zos_node.html]



Wie wird eine Stadt Mittelzentrum?


Die Festlegung der Zentralen Orte erfolgt in einer Landesverordnung auf der Grundlage bestimmter Einwohnerzahlen. Für ein Mittelzentrum im Verdichtungsraum sind das mindestens 25.000 (bebautes Siedlungsgebiet) bzw. 80.000 Einwohner (Verflechtungsbereich).
Das Mittelzentrum  Reinbek, Glinde und Wentorf stellt nun eine Besonderheit dar und ist insofern für die Landesplanung ein Modellprojekt , weil das Mittelzentrum aus drei Kommunen besteht. Hinzu kommt der Verflechtungsbereich des Mittelzentrums, welcher die Kommunen Oststeinbek, Barsbüttel, Brunsbek, Aumühle, Wohltorf und Börnsen umfasst. [Download Karte ]  

Welche Vorteile ergeben sich aus der Einstufung als  Mittelzentrum?

Konkret profitieren die Einwohner von den Finanzzuweisungen des Landes für die Ausgestaltung und den Betrieb öffentlicher Einrichtungen mit Ausstrahlung über die Grenzen des zentralen Ortes hinaus, wie z.B. Volkshochschule, Theater oder Schwimmbad. Durch den Status Mittelzentrum sind grundsätzlich auch verbesserte Voraussetzungen gegeben, Fördermittel des Landes in Anspruch zu nehmen, z.B. im Rahmen der Stadtentwicklung und Städtebauförderung.  

Welchen weiteren Nutzen gibt es?

Ein weiterer Nutzen ist, dass Mittelzentren im Bereich Einzelhandel größere Entwicklungsspielräume wahrnehmen können, z.B. bei der Planung von Einkaufszentren.

Im Wettbewerb mit anderen Städten um Einwohner, Gewerbe und bei der Interessenwahrnehmung gegenüber dem Land oder der Metropole Hamburg ist die Position gestärkt , da das Mittelzentrum immerhin ca. 55.000 Einwohner vertritt.

In Zeiten geringer finanzpolitischer Handlungsspielräume und einschneidender altersstruktureller Veränderungen, könnte durch eine räumliche Arbeitsteilung bei dem Betrieb und der Finanzierung von Einrichtungen der Erhalt von Angeboten im Mittelzentrumsgebiet gesichert werden, z.B. durch Kooperation bei Sportstätten und Freizeiteinrichtungen, der Kultur sowie der nicht schulischen Bildung.  

Was ist bisher im Zusammenhang mit der Mittelzentrumsentwicklung geschehen?

Als Erstes wurde eine Kooperationsvereinbarung  geschlossen: Diese Vereinbarung kann als das Arbeitsprogramm des Mittelzentrums verstanden werden.  

Für ein gemeinsames Einzelhandelskonzept wurden die Grundlagen erarbeitet, zurzeit werden sie in den Gremien der drei Kommunen beraten.

Ein gemeinsames Leitbild  wurde im Juni 2012 beschlossen. Es gibt den Orientierungsrahmen für weitere Entwicklungen vor und  formuliert generelle Zielsetzungen für das Mittelzentrum, die im weiteren Prozess der Zusammenarbeit konkretisiert werden sollen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Geschäftsstelle Mittelzentrum

c/o Stadt Reinbek
Herr Michael Pohle
Hamburger Str. 7
21465 Reinbek
Telefon:  040/727 50 284
E-Mail:   wirtschaftsfoerd(at)reinbek.landsh.de

Strukturdaten 2012

MZ_Strukturdaten_Stand_31_12_2012.pdf

Strukturdaten Stand

zurück zur Startseite