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Weg an der Gutsmauer

  • Impressionen 'Weg an der Gutsmauer'
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  • Impressionen 'Weg an der Gutsmauer'
  • Die alte Gutsmauer 1999 - Foto Woitaschek


Der Weg an der Gutsmauer führt von der Möllner Landstraße im Glinder Stadtkern in westliche Richtung. Man gelangt von hier aus in die Dorfstraße.

Nach 1867 entwickelte sich in Glinde das zentral in der Ortsmitte gelegene Gut mit dem alten Gutshaus. Vertraglich taucht der Begriff „Gut“ das erste Mal 1876 auf, als Ernst Eduard Jacob das Anwesen mit allem Inventar an den Oberregierungsrat H. Wagner aus Berlin verkauft, der den „Glinder Hof“ nur drei Jahre später versteigert.

Der Patrizier und Rechtsanwalt Dr. Edward Bartels Banks, Nachkomme einer englischen Bankiersfamilie, erhält das Gut zum damalig äußerst günstigen Preis von 63.800 Mark. Ab 1880 beginnt Dr. Banks mit dem Bau eines villenartigen, herrschaftlichen Landhauses mit Park. Im Zuge dessen lässt er auch die Gutsmauer bauen.

1888 übernimmt der Sohn Hans-Rudolf Banks das Gutshaus, das bereits im März 1894 – offenbar in heruntergewirtschaftetem Zustand, - an den Ökonomierat Franz Rudorff erst verpachtet und 1901 verkauft wird.
Bereits 1902 ist durch die Zusammenlegung mehrerer Bauernhöfe zum Gut Glinde eine ausreichend große Landwirtschaft entstanden. Franz Rudorff begründet eine besondere Form der Milchwirtschaft.

„Rudorff’sche Sanitätsmilchwirtschaft“ liefert Milch von tuberkulosefreien Kühen und entwickelt sich zu einem Musterbetrieb der Milchwirtschaft, wodurch auch Glinde Bekanntheit erlangt. Doch durch hohe Anlageaufwendungen und durch Schulden, die sich nicht so schnell wie erhofft bezahlen und tilgen lassen, kommt Rudorff in wirtschaftliche Schwierigkeiten und muss 1912 verkaufen.

(weiterführende Informationen über den Käufer Sönke Nissen finden sie unter Sönke-Nissen-Allee)



Noch vor einigen Jahren waren Teile der alten Gutsmauer an der Stelle zu finden, wo Dr. Banks sie vor knapp 130 Jahren bauen ließ, doch man entfernte 2002 die Überreste der Ziegelsteinmauer von ihrem Standort.

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